Im Gegensatz zum Bogenschießen als olympische Sportart, stellt das traditionelle Bogenschießen schon eher eine Lebenseinstellung dar. Das Wort traditionell steht hier weniger für eine konservative Einstellung oder Althergebrachtes, als für die Überzeugung, dass man eine faszinierende Sportart nicht durch übermäßige Technik entfremden sollte.
Der traditionelle Schütze schießt Langbögen und Recurvebögen in verschiedenen Varianten, aber ohne Visiereinrichtung.
Der Schütze verlässt sich statt dessen auf seine natürlichen und durch Übung verfeinerten instinktiven Fähigkeiten, wenn er seine Pfeile durch die Konzentration auf das Ziel ins Zentrum der Scheibe schießt. Turniere finden stets in der freien Natur statt, meistens im Wald, im Gebirge oder auch um mittelalterliche Burgen herum.
Da die Bogenjagd in Deutschland nicht erlaubt ist, dienen lebensnahe dreidimensionale Nachbildungen als Ziele.
Die Themen beinhalten kennen lernen verschiedener Bogenarten, Sicherheitsregeln, Grundhaltung: Auszug, Ankern, Zielen, Ablass, Konzentrations- und Atemübungen, verschiedene Techniken.